Archiv für Juli 2008

Sinnvolle Backupstrategien

Freitag, 11. Juli 2008

Datensicherung/Datenverfügbarkeit wird oftmals stiefmütterlich behandelt - meistens so lange, bis es zu spät ist.

Datenverfügbarkeit steht für die Sicherstellung der Geschäftsabläufe durch ein überwiegend problemloses Funktionieren der IT-Landschaft. Unternehmen sollten auf einen gravierenden Systemausfall gut vorbereitet sein, um den teils verhängnisvollen Folgen aus dem Weg zu gehen.

Ein störungsfreier Geschäftsablauf ist für Unternehmen heutzutage ein nicht zu unterschätzender Wettbewerbsvorteil. Dabei sollte man sich bei den Ursachen für einen Ausfall von dem Gedanken lösen, dass nur Viren und andere Schädlinge eine Störung verursachen können.

Vielmehr spielen Punkte wie Hardwarefehler, menschliches Versagen, Stromausfälle, Brände, Diebstähle etc. eine große Rolle.

Manche mögen’s heiß – wir mögen’s kalt. Der richtige Ausfallschutz hängt immer  davon ab, wie teuer ein Ausfall ist und welche Mittel zur Verfügung stehen. Mit einer Cold Standby Variante gelingt in vielen Fällen der goldene Mittelweg zwischen geringen Kosten und einer hohen Ausfallsicherheit.

Cold Standby Lösungen sind Datenverfügbarkeitssysteme, bei denen die Anwendungen, Datenbanken etc. im Fehlerfall auf einem Ersatzserver zur Verfügung stehen. Im Unterschied zu Hot Standby Lösungen wird dieser Ersatzserver erst dann in Betrieb genommen, wenn der primäre Server ausfällt.

Beispiel:

In einem externen Raid-Gehäuse laufen die Festplatten z.B. im Raid-1 Modus (d.h. die Schreibzugriffe einer Festplatte werden sofort auf eine weitere übertragen, so dass ein Teil der Festplatten ausfallen kann, ohne dass es zu Beeinträchtigungen kommt).

Dieses externe Raid-Gehäuse ist am Primärserver angeschlossen. Der Sekundärserver (dieser ist im Idealfall baugleich zum Primärserver – die Hardware kann allerdings auch abweichen) steht in  sicherer Entfernung, um im Falle eines Brandes o.ä. nicht beide Server zu zerstören. Sollte also der Primärserver durch äußere Einflüsse oder einen Hardwaredefekt Schaden nehmen, wird das externe Festplatten-Gehäuse vom Primärserver getrennt und an den Sekundärserver gehängt. Das System kann neu gestartet werden und alle Daten und Anwendungen stehen wieder normal zur Verfügung.

Für den Fall, dass das externe Festplatten-Gehäuse Schaden nimmt oder zeitgleich alle Festplatten den Geist aufgeben, kommt Software zum Einsatz. Stündlich mindestens aber täglich werden Abbilder des Systems auf weitere externe Medien kopiert. Von diesen Medien lässt sich rückwirkend der Stand des Systems zu einem Zeitpunkt X wiederherstellen.

Diese Methode ist absolut ausreichend für Unternehmen, bei denen Ausfälle im Stundenbereich noch zu ertragen sind.

Kontaktieren Sie uns, wir beraten Sie gerne und erstellen mit Ihnen zusammen ein individuelles Sicherheitskonzept.

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